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Bauform und Verbreitung

Hollandräder sind klassische Stadt-Fahrräder. Sie zeichnen sich durch eine charakteristische Geometrie aus. Neben dem hochgezogener Rahmen [1] ist das die "englische" Lenkerform, sowie andere typische Details wie Ketten- und Mantelschutz. Die Fahrradform kommt ursprünglich aus England. Das Pashley City Bike [2] ist ein Vetreter dieser klassischen englischen Fahrräder, das deutliche Parallelen mit den heutigen Hollandrädern aufweist. Hollandräder werden, wie der Namen bereits vermuten lässt, heute in der Hauptsache in Holland hergestellt. Das klassische Hollandfahrrad wird meist als Nostalgie- oder Stadtfahrrad angeboten. Aber auch in anderen Ländern werden Fahrräder dieses Typs produziert. In Deutschland gibt es ebenfalls eine Reihe von Fahrradherstellern, deren Modelle vor allem im Münsterland und im grenznahen Flachland das Straßenbild prägen. Aber auch weiter gen Osten werden in Ungarn Hollandräder der Marke Gepida gefertigt.


Rahmen und Felgen

Der Rahmen ist in den meisten Fällen aus (gemufften) Stahl [3] hergestellt, der (von Hand) gelötet wird. Die Stabilität dieser Rahmen bringt ein gewisses Gewicht mit sich. Hollandräder wiegen im Schnitt 20 bis 25 kg. Einige Hersteller wie Sparta bieten auch Hollandrad-Rahmen aus Aluminium an [4], was das Gesamtgewicht unter die 20 kg - Marke drückt. Daneben gibt es auch Sonderformen wie der Kreuzrahmen [5] und extrastabile (und -schwere) Rahmen z.B. mit doppeltem Oberrohr für Transportfahrräder. Die Felgen sind in den überwiegenden Fällen aus Stahl. Sie sind entweder scharz lackiert oder in silberfarbener Nirosta-Ausführung erhältlich. In Deutschland werden auch kostengünstige Modelle angeboten, die mit Aluminiumfelgen ausgestattet sind und damit ebenfalls unter der 20kg Grenze bleiben.


Bremsen und Gangschaltung

Die Ausstattung der Hollandräder variiert sehr stark. In Holland werden vor allem die Einstiegsmodelle ohne Gangschaltung und nur mit Rücktrittbremse, also ohne Vorderbremse, verkauft. Diese Modelle müssten für den Betrieb auf deutschen Straßen gemäß der StVO nachgerüstet werden. Aber es gibt auch die besser ausgestatteten Modelle, allen voran natürlich die "klassische" Konfiguration mit zwei Trommelbremsen und einer Leerlaufnarbe, die oft mit 3-Gangschaltung gelieftert wird. Neben dieser Leerlauf-Nabenschaltung sind auch Modelle mit 3 Gang-Rücktrittnabe sowie Nexus Schaltungen mit 3, 5 und 7 Gängen erhältlich.


Beleuchtung

Die Modelle auf dem deutschen Markt sind alle gem. StVO ausgestattet, also mit kompletter Lichtanlage und den nötigen Reflektoren. Einige werden optional mit Nabendynamo angeboten, andere haben eine Rückleuchte mit Standlicht. In Holland werden die Einfachstmodelle auch schon mal ohne Beleuchtung ausgeliefert (obwohl diese auch im niederländischen Straßenverkehr Pflicht ist).


Typische Merkmale

Charakteristisch für die klassischen Hollandräder sind neben der Rahmengeometrie auch der Voll-Kettenschutz und die Mantelschoner [6]. Hollandräder sind im Allgemeinen darüberhinaus mit einen Rahmenschloss [6] ausgestattet, dass eine schnelle Aretierung für kurze Stopps ermöglicht. Das klassische Hollandfahrrad ist zumeist schwarz, obwohl einige Hersteller insbesondere für die Standardmodelle auch Sonderfarbkollektionen bereithalten.